Eigenurin gegen Pickel

Ich soll meinen eigenen Urin auf die Haut auftragen, oder ihn gar trinken? Das soll gegen meine Akne helfen? Diese Fragen tauchen zwangsläufig bei den Meisten auf, wenn sie das erste Mal von der Eigenurin Therapie gegen Pickel hören. Eigenurin – Ob wir das wirklich ernst meinen? Ja, tun wir!

Urin gegen Pickel

Bei vielen ruft alleine die Vorstellung daran bereits Ekel hervor, schließlich wird Urin als Abfallprodukt des Körpers betrachtet.

Die Therapie mit Eigenurin kann nicht nur bei Akne hilfreich sein, sondern eignet sich auch zur Behandlung anderer Hautkrankheiten, wie etwa bei Neurodermitis und Schuppenflechte. Urin hat antispetische Eigenschaften und der in ihm enthaltene Harnstoff wirkt entzündungshemmend. Dies kann sich positiv auf die Wundheilung auswirken. Außerdem hilft er der Haut, die Feuchtigkeit länger zu binden und wirkt sich positiv auf Juckreize aus. Harnstoff ist aufgrund seiner Eigenschaften in vielen kommerziellen Kosmetikprodukten und medizinischen Artikeln enthalten.

Ist das nicht unhygienisch und ekelig?

In der Blase ist der Urin, bevor er den Körper verlässt noch nahezu steril (keimfrei). Beim Austreten durch die Harnröhre, kann er aber verunreinigt werden. Es wird bei dieser Form der Therapie deshalb meist empfohlen, nur den Urin aus dem sogenannten Mittelstrahl zu verwenden. Hierbei fängt man lediglich die Flüssigkeit zum mittleren Zeitpunkt des Wasserlassens auf, die ersten und letzten Sekunden werden bewusst weggelassen und nicht verwendet.

Weitere mögliche Verunreinigungen entstehen erst durch Zersetzungsprozesse, wobei vermehrt Bakterien gebildet werden. Der typische Uringeruch entsteht etwa erst durch die Bildung von Harnsäure und Ammoniak, letzteres ist für den typisch stechenden Geruch verantwortlich und entsteht vermehrt, wenn Urin länger steht. Da bei der Eigenurin Therapie lediglich ganz frischer Urin benutzt wird, treten diese Probleme natürlich nicht auf.

Auch wenn dieses Hausmittel für viele sehr gewöhnungsbedürftig ist, so schwören doch eine erstaunliche Menge Menschen auf genau diese Methode. Bei dieser Art der Therapie gibt es zwei mögliche Anwendungsmethoden:

Die äußerliche Anwendung

Vor der Anwendung sollten sie Ihre Haut zuerst sehr gründlich reinigen. Danach tragen Sie einfach den aufgefangenen Urin aus dem Mittelstrahl mit Hilfe eines Wattebausches gleichmäßig auf die betroffenen Hautstellen auf. Lassen Sie den Urin nun für etwa 10 – 15 Minuten einwirken. Manche Menschen bevorzugen es den Urin nun abzuwaschen und mit ihrer üblichen Körperpflege wie gewohnt fortzufahren. Andere hingegen, belassen den Urin auf ihrer Haut und tragen zusätzlich dermatologische Artikel, wie etwa eine Creme auf. Wie Sie genau verfahren möchten, ist ganz alleine Ihnen überlassen. Wenn Sie Akne an schwer zugänglichen Stellen Ihres Körpers mit Eigenurin äußerlich behandeln möchten, bietet es sich an ein Bad zu nehmen, dass Sie mit einigen Bechern ihres Urins anreichern. Die äußerliche Eigenurintherapie können Sie problemlos zweimal täglich, morgens und abends, anwenden.

Die innerliche Anwendung

Die meisten Menschen können sich nur sehr schwer vorstellen, ihren eigenen Urin zu trinken. Die Anhänger der Eigenurintherapie schwören aber auf seine entzündungshemmenden und heilungsfördernden Eigenschaften. Wenn Sie diese Form der Therapie ausprobieren möchten, dann sollten Sie folgendermaßen vorgehen. Fangen Sie ein kleines Glas Morgenurin aus dem Mittelstrahl auf, dieser soll die Wirkstoffe besonders konzentriert enthalten und somit am wirksamsten sein. Wer Probleme mit dem Geschmack hat, kann den Urin mit beispielsweise etwas Zitronen-, oder Apfelsaft anreichern. Trinken Sie das Glas etwa eine halbe Stunde vor Ihrem Frühstück, im direkten Anschluss hieran empfiehlt es sich, ein wenig stilles Wasser zu trinken, damit der Magen geschont wird.

Kritik & Gegenanzeigen

Wenn Sie an anderen Erkrankungen leiden, wird häufig von dieser Therapieform abgeraten. Als Gegenanzeigen der Eigenurintherapie gelten etwa Krebserkrankungen, Tuberkolose, Bluthochdruck, Diabetes, Funktionsstörungen der Harnwege, akute fiebrige Erkrankungen, als auch Schilddrüsenüberfunktion.

In der Naturheilkunde ist die Eigenurin Therapie umstritten und wird von einigen Heilpraktikern gänzlich abgelehnt. Als eines der Hauptargumente wird häufig die Tatsache genannt, dass für diese Behandlungsform bisher keine fundierten, wissenschaftlichen Beweise existieren.

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